Erweiterung Satelline Funknetze mit RACOM MRLight |
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Die Funkrouter von RACOM lassen sich individuell an nahezu jede Protokollumgebung anpassen. Für die Erweiterung von Satelline 2ASxE / 3AS Funkdatennetzen ist ein spezielles Gateway Modem vorhanden, das die Daten in das MORSE Funknetz umsetzt.
Durch die hohe Sendeleistung (einstellbar bis 5 W) ist der Antennenaufwand für die neuen Stationen im Vergleich zu den 1 W Modems von Satel vergleichsweise gering. Durch die Remote Konfiguration und Diagnose lassen sich die neuen Unterstationen per Funk administrieren. Per "Ping" lässt sich von allen Stationen der RSSI Wert (Empfangspegel) sowie die Signalgüte (Qualitätslevel) bequem per Funk abrufen. Die Einstellung der Sendeleistung zur Optimierung der Dämpfungsreserve erfolgt ebenso bequem wie einfach über Funk und ist durch das "non-collision" MORSE Funksystem jederzeit im laufenden Wirkbetrieb möglich. Die Kosten für ein Gatewaymodem MRLIght sind mit 990,- Euro vergleichsweise gering und werden im Vergleich zu dem vorhandenen Satelline Funkmodemnetz durch die Einsparung von teuren YAGI-Antennen mit hohem Gewinn mehr als ausgeglichen. Das MRLight hat einen Einstiegspreis von 1190,- Euro und liegt damit bei wesentlich höherer Leistungsfähigkeit auf demselben Preisniveau. Optional kann der Funkrouter mit vielen Zusatzmodulen aufgerüstet werden, beispielsweise mit Ethernet, I/O, GPS, und bis zu 3 seriellen Schnittstellen.
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Datum: 19.08.2007 20.51 Uhr
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Erweiterung mit 3AS über Nullmodemkabel? |
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Ein anderer Lösungansatz zur Erweiterung von bestehenden 2ASxE Funknetzen mit Repeaterstation sieht die Umsetzung des vorhandenen 2ASxE Netzes auf 3AS mittels zusätzlichem Repeatermodem vor. Hier wird (abgesehen von den zusätzlichen Kosten für ein weiteres zusätzliches 3AS) ein Satelline 3AS Gatewaymodem Back-to-Back mit 2ASxE mittels Nullmodemkabel angeschlossen. Sollte an der Repeaterstation auch eine lokale Slavestation angeschlossen sein, was in nahezu allen Fällen so sein wird, muss dieses Nullmodemkabel als Y-Kabel mit Dioden ausgelegt werden. Nun sollte das doch aber funktionieren? Es tut sich hier leider wieder eine neue Baustelle auf: Durch die direkte Kopplung der beiden Funkmodems RX-TX wird nicht mehr mit "Store&Forward" gearbeitet, sondern alle empfangenen Daten werden direkt weitergesendet. Dies erzeugt 2 konkurrierende nahezu zeitgleiche Funksignale, die sich gegenseitig beeinflussen. Die Folge: Das Funknetz ist gestört und arbeitet nicht. Als Abhilfe sollte der Kunde eine zusätzliche Frequenz für die Erweiterung beantragen, um die beiden Funknetze zu entkoppeln. Da jedoch die verfügbaren Zeitschlitzfrequenzen sehr nahe nebeneinander liegen, läßt sich das Problem hiermit auch nicht vollständig lösen. Es muss dann noch mit zusätzlichen Repeaterkits oder über eine räumliche Trennung der beiden Richtantennen eine ausreichende funktechnische Entkopplung hergestellt werden. Der Aufwand ist entsprechend groß.
Ist nun die Satelline 3AS Repeaterstation einmal eingerichtet, kann mit der Einrichtung des sog. Messagerouting begonnen werden. Hierbei wird das zu übertragende Datenpaket auf die Zieladresse untersucht und zum entsprechenden Funkmodem geroutet. Hier ist die nächste Baustelle: Das Messagerouting kann genau 2 Protokolle: IEC 101 und RP570. Die Implementation des Messagerouting wurde in 3 Projekten versucht und war fehlgeschlagen. Also läßt man das 3AS mal ganz geschickt im transparenten Modus. Um nun die Empfangspegel von der Repeaterstation aus abzurufen, bietet der Hersteller das sog. NMS Network-Management System an. Jetzt wird es schon unfassbar: Das NMS funktioniert nur auf den Satelline 3AS Version E2. Und diese wiederum ist nicht Hardwarekompatibel mit dem Standard Satelline 3AS! Also wieder alle Satelline 3AS gegen 3AS-NMS (E2-Version) austauschen? Das vesteht nun wirklich kein Kunde mehr! Wo bleibt da der Investitionsschutz? In letzter Konsequenz kann dann auch auf einen anderen leistungsfähigeren Hersteller umgeschwenkt werden, der in seiner Produktentwicklungsstrategie auf Abwärtskompatibilität achtet.
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Datum: 19.08.2007 17.40 Uhr
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Alle vorhandenen 2ASxE Funkmodems ersetzen? |
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Bei der Erweiterung eines bestehenden Satelline 2ASxE Zeitschlitz Funknetzes ergibt sich folgendes Problem: Meistens muss aufgrund der geringen max. Sendeleistung von nur 1 W eine vorhandene 2ASxE Station als Repeater für die neuen Stationen verwendet werden. Mittels der im Satelline 2ASxE Modem vorhandenen Repeaterfunktion wird ein sog. Store&Forward eingerichtet. Soweit so gut. Zusätzlich ist bei allen vorhandenen 2ASxE Slavestationen, die NICHT über den neuen Repeater laufen, ein speziell hierfür vorgesehener Parameter "TX-Delay" einzustellen. Diese Sendeverzögerung muss größer sein als das maximal über Store&Forward zu übertragende Nachrichtentelegramm. Nur so lässt sich verhindern, dass es eine Kollision in der Luft gibt, wenn ein "Direktslave" sofort antwortet, bevor der Repeater seinen Wiederholvorgang abgeschlossen hat. Das ist jedoch noch nicht alles. Zusätzlich müssen nun noch in allen Stationen Sende- und Empfangsadressen eingestellt werden, um "kreisende Datenpakete" in Endlosschleifen zu vermeiden. (Weitere Info hierzu sind im Handbuch 2ASxE, Kapitel Duale Adressierung zu finden). Alle Einstellungen sind separat vor Ort mittels eines Programmieradapters vorzunehmen, da eine Programmierung der Modems über Funk nicht implementiert wurde. Der Zeit- und Fahrkostenaufwand hierfür steigt logischerweise mit der Anzahl der vorhandenen Stationen. Sollte nun allerdings ein Datenpaket mit einer Größe von mehr als der im Modem verfügbaren Speichergöße von 135 Byte gesendet werden (das kommt bei einer sog. GA-Generalabfrage einer SPS regelmäßig vor!), werden die Daten unvollständig übertragen und somit hat der Kunde ein fehlerhaftes Funkdatennetz. Es gibt nun das Nachfolgemodell Satelline 3AS, das über 1 KByte Speicher verfügt. Damit wurden die Repeater-Probleme aufgrund des zu kleinen Speichers behoben.
Allerdings tut sich hier gleich wieder eine neue Baustelle auf: Das neue 3AS und das alte 2ASxE sind NICHT kompatibel in der Luftschnittstelle! Das bedeutet in letzter Konsequenz, dass bei einem Einsatz des 3AS zur Erweiterung von bestehenden 2ASxE Netzen alle Funkmodems gegen Satelline 3AS ausgetauscht werden müssen! Diese Produktstrategie versteht kein Kunde.
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Datum: 19.08.2007 17.16 Uhr
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